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Biographie Johann G. Maierhofer

Die Redaktion wird von Johann Maierhofer geleitet. Durch seine langjährige und internationale Erfahrung ist er für uns ein Glücksfall. Von 2002 bis 2016 gab er für Kursteilnehmer und weitere Interessenten digitale Aufsätze zur Kalligrafie heraus und führt diese Arbeit nun für die Zeitschrift „Kalligrafie aktuell“ weiter:

Johann Maierhofer wurde 1959 in der Oberpfalz geboren.

Schon bevor er in die Schule ging, malte er alle Wände an. In der Schule waren die Buchstabenansammlungen in seinen Arbeitsheften mehr grafische Illustrationen als alles andere (okay, die Aufsätze waren auch ganz gut).

Trotzdem startete er sein Berufsleben in der Gemeindeverwaltung seiner Heimatstadt. Bereits nach einem halben Jahr konnte er alle Unterschriften der Mitarbeiter und des Bürgermeisters nachmachen. Da er diese Fähigkeit nicht nutzte, blieb ihm das Gefängnis erspart und er konnte einige Jahre zusätzlich zur Verwaltungsarbeit Plakatserien für den Tourismus, Urkunden für offizielle Anlässe und individuelle Vordrucke entwerfen.

Im Alter von 30 beendete er diese Arbeit und studierte Sozialwesen. Während dieses Studiums studierte er zusätzlich bei Professor Eikel an der Akademie Schwerte Kalligrafie.

Nachdem er einige Jahre als Sozialpädagoge und Kalligraf tätig war, entschied er sich, nicht mehr zwei Herren zu dienen und die Kalligrafie zu seiner beruflichen Haupttätigkeit zu machen. Für zwei Jahre war er in dieser Zeit Gast am Institut für Kunsterziehung in Regensburg und studierte dabei Zeichnen bei Josef Mittelmeier, plastisches Gestalten bei Professor Birgit Eiglsberger und Farbe in der Tradition von Johannes Itten bei Friedrich Schreiber.

In den 90ern initiierte er zwei Kalligrafiezirkel und hält seitdem bundesweit Kurse zur Kalligrafie. Mehr und mehr wurde ihm in der praktischen Arbeit als Kalligraf bewusst, dass die Formen, die wir im innern spüren, analog den Formen im aussen sind.

Ein umfangreiches Wissen über die Gerade und den Kreis in des Menschen Innen- und Außenwelt sind grundlegend für einen Kalligrafen. Johann Maierhofer postuliert dazu weitergehend: Kalligrafie ist Bewegung in Raum und Zeit mit Körper und Geist. Die Bewegungs- und Erscheinungsqualitäten der Formen drücken sich dabei aus
1. in Nähe und Distanz der Formen zueinander
2. in Druck und Loslassen in der ausführenden Bewegung und
3. in der Geschwindigkeit des Tuns.

Seit 2005 publizierte er bisher 4 Bücher zur Kalligrafie als alleiniger Autor und wirkte bei mehreren anderen mit.
Von 2006 bis 2008 absolvierte Johann Maierhofer einen berufsbegleitenden Studiengang an der Universität Regensburg mit Abschluss Master of arts in speech communication and rhetoric.

Seit 2005 lädt Johann Maierhofer zusätzlich zu seiner eigenen Schulungstätigkeit andere Kalligrafien in die Oberpfalz zu eigenen Workshops ein. Bisher unterricheten im Raum Regensburg Gottfried Pott, Denis Brown, Carl Rohrs und Loredana Zega.

2007 erhielt er den Förderpreis des Bundes für deutsche Sprache und Schrift e.V.
Seit 2008 ist er Teilnehmer an dem Projekt „International Exhibition of Calligraphy“.

Bedeutende Arbeiten als Kalligraf sind die Ehrenbürgerurkunde für Papst Benedikt XVI, zahlreiche Wandkalligrafien in Bayern und seine freien Arbeiten zum kalligrafischen Formenspiel.

Ausstellungen im In- und Ausland runden seine künstlerische Tätigkeit als Kalligraf ab: Universität Regensburg, Schriftmuseum Bartlhaus bei Linz, Akademie der Künste Sankt Petersburg.

johann-maierhoferSeit 2012 gibt er zusammen mit dem niederbayerischen Liedernomaden Fredman Lesungen mit Musik zu eigenen Texten; lustig, launig und manchmal auch nachdenklich.

2015 veröffentlichte er „Der kleine Prinz und der Mond“ im Karl-Rauch-Verlag, Düsseldorf und 2016 den Regensburgroman „Sonnengeschichten“ im Dresdner Buchverlag.

Johann Maierhofer betreibt zur Zeit zwei Ateliers, eines in Regensburg, eines in Neunburg vorm Wald. Die aktuelle Schulungstätigkeit findet in der Oberpfalz, im Schwarzwald und an der Akademie Schwerte in Nordrhein Westfalen statt.